Wärmebildkamera, Exponat im Pop-up Science Center

Wie sieht die Welt in Wärme aus?

Die Wärmebildkamera macht Temperaturunterschiede sichtbar, die für unsere Augen unsichtbar bleiben. Entdecke warme Hände, kalte Gegenstände und deine eigenen Wärmespuren.

Was steckt dahinter?

Die Wärmebildkamera misst Infrarotstrahlung: eine Form von Licht, die für unsere Augen unsichtbar ist. Alle Körper senden solche Wärmestrahlung aus, je nach Temperatur unterschiedlich stark. Die Kamera wandelt diese Strahlung in sichtbare Farben um. Dabei bedeutet nicht jede Farbe „wirklich“ diese Farbe, sie dient nur zur Darstellung von Temperaturunterschieden. Materialien verhalten sich unterschiedlich: Manche geben Wärme schnell ab oder leiten sie gut weiter, andere speichern sie länger. Deshalb bleiben Spuren, wie die Hand oder der Kältestempel, für kurze Zeit sichtbar. Auch Brillen können unterschiedlich wirken: Glas blockiert Infrarotstrahlung, während manche Kunststoffe sie teilweise durchlassen. Wärmebilder werden in vielen Bereichen eingesetzt, zum Beispiel in der Medizin, bei der Gebäudediagnostik oder in der Landwirtschaft. In einer Erntemaschine verbaut, können sie z.B. Rehkitze im Acker erkennen, sodass diese gestoppt und das Tier nicht verletzt werden kann.